Content Marketing ist nicht SEO

was viele Unternehmen falsch verstehen

Content Marketing ist nicht SEO

Content Marketing ist an sich nichts Neues. Keine neue Onlinemarketing-Disziplin, auch wenn das aktuell im Markt so aussieht, weil viele Marketer einfach neuen Stoff brauchen, der vermarktet werden kann.

Mit dem neuen Buzzword ist es einfacher auf Kundenfang zu gehen. Aber eigentlich ist Content Marketing sogar so alt, dass man ganz klar sagen muss: diese Disziplin gibt es schon seit Ewigkeiten! Auch bevor das Internet da war, haben Firmen (und Marketer) schon versucht, ihre Inhalte (Produkte, Dienstleistungen etc.) bestmöglich an den Mann und Markt zu bringen. Die neue Seite des „Content Marketing“ ist im Prinzip nur, dass es seit Internetzeit nun nicht mehr nur Outbound-Marketing gibt, sondern eine neue Dimension hinzu gekommen ist. Inbound-Marketing gab es vorher noch nicht. Naja vielleicht die gelben Seiten, wo man sich in der jeweiligen Rubrik kostenpflichtig eintragen konnte, um „gefunden“ zu werden! Aber das wars im Prinzip auch schon, viel mehr Unterschiede gibt es nicht zwischen klassischem und Online-Marketing. Es geht um Ziel- und Bedarfsgruppen, es geht darum Produkte und Leistungen zu vermarkten, darum mehr Umsatz zu machen. Das war auch vor dem Internet schon so.

Einzig die Kanäle haben sich geändert. Aber auch das war früher schon so: hin und wieder kamen neue Kanäle dazu, über die man die Zielgruppen erreichen konnte. Nehmen wir das Beispiel „Telefax“ oder sogar noch einfacher die gute alte „Litfaßsäule“. Irgendwann waren auch diese beiden Beispiele neu.

Content Marketing wird vielerorts einfach falsch verstanden. Es ist kein Allheilmittel, keine Wunderwaffe und schon gar nicht das „neue SEO“. Es geht einfach darum zu analysieren, was die Zielgruppe für einen Bedarf hat. Grundsätzlich, aber auch mehrdimensional herunter gebrochen auf den kleinsten möglichen Nenner. Das kann z.B. eine „Uhrzeit“ sein, an dem die Zielgruppe für kurze Zeit, anders tickt, einen anderen Bedarf hat. Dies zu analysieren erfordert viel Erfahrung, Feingefühl und Kreativität. Hier setzt der Content-Marketing-Prozess an und analysiert gemeinsam mit dem Kunden den IST-Zustand, um die SOLL-Situation daraus abzuleiten.

Es geht darum, Ziele zu erreichen! Und diese Ziele sind ganz am Ende immer „mehr Kunden und mehr Umsatz“! Davor stehen dann Ziele wie „Verbesserung der Reputation“, „Steigerung der Markenbekanntheit“, „mehr Besucher auf der Webseite“ etc.. D.h. also man kann mit dementsprechend ausgelegtem Contentmarketing auch SEO (insbes. Linkaufbau) machen. Sich aber als Ziel einer Content-Marketing-Kampagne rein den Linkaufbau vorzunehmen, kann diverse Risiken beinhalten.

Risiken sind dabei z.B. zu schnelles Linkwachstum in Kombination mit falsch gewählten Anchortexten, und/oder von den falschen Quellen. Auch zu offensichtliche Herangehensweise bzw. zu „durchsichtiges“ Content-Marketing in Hinsicht auf das Primärziel Linkbuilding kann nach hinten losgehen. Zu schnell kann dann das „Klima“ umkippen und aus potentiell gutgesinnten Multiplikatoren werden plötzlich öffentlich-destruktive Kritiker. Gerade für große gut eingeführte Brands ein Risiko.

Content-Marketing sollte also immer gut geplant und Bedacht angewandt werden. Das Primärziel sollte „Hilfe“ sein!  Hilfe bei Problemstellungen, die die Zielgruppe hat. Das kann ein reiner Informationsbedarf sein, oder auch auch auf transaktionaler und navigationaler Ebene stattfinden. Wenn der enstprechende Content in dem Moment weiterhilft, wird der User dankbar sein und weiterempfehlen. Via Facebook, via Twitter, auf einem Forum oder Blog, am Ende vielleicht sogar mit einem echten Link. Und dann macht Contentmarketing Sinn bzw. ist erfolgreich.

Deshalb kann man Content Marketing nicht mit SEO gleichsetzen. Man kann damit SEO-Ziele verfolgen, aber es ist vielmehr als das und nutzt alle anderen verfügbaren Onlinemarketing-Kanäle.




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